Technische Details beim Aufbau einer Internet-Präsentation

Der erste Eindruck entscheidet
Sie haben für den ersten Eindruck nur ca. 3 Sekunden Zeit. In dieser extrem kurzen Zeitspanne entscheidet es sich, ob ein Besucher bleibt und Ihr Angebot prüft oder ganz schnell genervt zur Konkurrenz wechselt.

Verzichten Sie auf nichts sagende Intro-Seiten und achten Sie auf schnelle Ladezeiten. Natürlich erstellen wir auf Wunsch auch selbst Flash-Intros – aber so ganz glücklich bin ich darüber nie. Wenn wir Informationen suchen, möchten wir nicht wirklich das animierte Firmenlogo über uns ergehen lassen, stimmt’s? Und denken Sie bitte auch an die Suchmaschinen: Deren Robots gehen nie ins Kino und können die Filme nicht sehen…

Achten Sie auf ein ansprechendes, geschäftliches Design
Nicht umsonst sind die meisten Webseiten klassisch aufgebaut: In der Kopfzeile Logo oder Firmenname und im linken Bereich die Navigation. Das hat weniger mit Einfallslosigkeit zu tun, als vielmehr mit dem Leseverhalten der Menschen: zuerst von links oben nach links unten, dann nach rechts unten und rechts oben.

Etwas Kreativität darf selbstverständlich schon sein. Verlieren Sie dabei nur das eigentliche Ziel einer Website nie aus den Augen: Neue Kunden, mehr Umsatz und Gewinn.

Meine Empfehlung: Sehen Sie sich am Kiosk mal einige Titelseiten von Magazinen an. Die meisten seriösen Blätter folgen ebenfalls dieser Struktur.
Verwenden Sie eine einfache und übersichtliche Navigationssteuerung
Wie oft haben Sie selbst schon Webseiten verlassen, weil Sie vom Angebot erschlagen wurden und gar nicht wussten, wohin Sie nun eigentlich klicken sollten, um die gewünschten Informationen zu erhalten? In Bruchteilen von Sekunden stellt sich das Unterbewusstsein die Frage: Wie groß ist der Aufwand, mich hier durchzuklicken und was habe ich davon?

Fazit: Weniger ist oftmals mehr!

Webdesign ist ein permanenter Dialog. Führen Sie die Besucher durch den Internet-Auftritt und sagen Sie immer deutlich, wie es weiter geht und wohin man klicken soll. Der fehlende Dialog ist z. B. einer der häufigsten Gründe für Bestellabbrüche in Online-Shops. Machen Sie deshalb immer klar, was man als nächstes tun soll.

Verwenden Sie klar strukturierte Texte und achten Sie auf gut lesbare Schrift
Denken Sie immer daran, dass nur ein kleiner Prozentsatz der Internet-Nutzer die Texte ganz lesen und dass am Bildschirm ca. 25 bis 30 Prozent langsamer gelesen wird. Gut lesbare Schrift ist also eine der Grundvoraussetzungen, dass der Besucher überhaupt auf der Website bleibt.

Gelbe Schrift auf grünem Hintergrund mag vielleicht gut zum Firmenlogo passen. Für das menschliche Auge ist die Lesbarkeit einer solche Farbkombination extrem anstrengend. Meistens sind Sie mit dunkler Schrift auf hellem Hintergrund wesentlich besser bedient.

Empfehlungen zur Schriftgröße: Schriften unter zehn Punkten (Internet-Größe 1, bzw. CSS-Größe 9) sind zum Lesen von längeren Texten nicht geeignet.

Empfehlungen zur Schriftart: Schriften ohne Serifen sind auf einem Monitor besser zu lesen. Wir selbst verwenden im Regelfall Arial, Verdana oder Tahoma.

Wichtig: Vermeiden Sie Schmuckschriften. Diese sind nicht nur meistens mehr oder weniger unleserlich, sondern die korrekte Darstellung ist nur gewährleistet, wenn Ihre Besucher diese Schriften selbst auch auf dem PC installiert haben. Wenn Sie z. B. optisch auffallende Überschriften einsetzen möchten, erstellen Sie dafür Grafiken. Das ist schnell gemacht und jeder kann sie sehen.

Achten Sie auf perfekte Bildqualität
Eine Website lebt nicht zuletzt auch von einer optisch ansprechenden Gestaltung und schönen Bildern als Blickfang. Mit unprofessionell bearbeiteten Bildern zerstören Sie garantiert den Gesamteindruck – selbst wenn Sie das beste Produkt anbieten.

Vermeiden Sie Cartoons oder Cliparts. Solche Elemente wirken laienhaft und sind fast nur auf Webseiten von Amateuren zu finden.

Vergrößern Sie NIEMALS Bilder! Wenn ein Bild nicht größer zur Verfügung steht, müssen Sie es in der vorhandenen Größe verwenden – die Qualität leidet sonst erheblich. Und verkleinern Sie große Bilder zuerst in einem Bildbearbeitungsprogramm, bevor Sie diese in die Website einbinden. Auch hier führt die falsche Behandlung zu extrem hohen Qualitätsverlusten – und hohen Ladezeiten.

Verzichten Sie auf unnötige technische Spielereien
Kennen Sie auch Seiten, auf denen es an jeder Ecke blinkt und eine Animation die nächste jagt? Ich verspreche Ihnen: Die umgehende Flucht der Besucher ist vorprogrammiert!

Früher gab es eine Website mit dem zutreffenden Namen "Die Müllseite". Dort wurden die schlimmsten Auswüchse archiviert. Leider wurde das Projekt Ende 2006 eingestellt – das alte Archiv ist aber noch online: www.muellseite.de

Und dieser Satz steht tatsächlich auf der Startseite einer zufällig entdeckten Homepage: "Sollten Sie auf dieser Web-Seite keine Menüleisten erhalten, ist bei Ihnen JAVA von Sun nicht installiert. Möchten Sie JAVA benützen, müssen Sie dies nachinstallieren. Download über das rechte JAVA Logo". Na dann – viel Spaß damit!

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